Das vernetze Zuhause und dessen Tücken

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Ein intelligentes Zuhause, in dem alle Geräte miteinander verbunden sind, nennt man „Smart-Home“. Ein Smart-Home erlaubt die Steuerung von Strom, Wärme und Sicherheit in den eigenen vier Wänden über eine zentrale Steuerung. Die Steuerung erfolgt über das Internet, oder auch Lokal, mit dem Smartphone, Tablet oder mit einer Software für den heimischen Computer. Die Steuerung ist zu jeder Zeit und von überall aus möglich.

Das Internet „zum Anfassen“ in den eigenen vier Wänden?

Das „Internet der Dinge“ ist schon längst das Thema des intelligenten Wohnens geworden, weshalb in den letzten Jahren die komplette Branche auf den Kopf gestellt wurde. Die Smart-Home-Technologie ist ein wesentlicher Bestandteil des Digitalisierungs-Booms. Diese Technologie ist unter anderem für Anwender gedacht, die sich ein umweltbewusstes, sicheres, komfortables und energieeffizientes Zuhause wünschen. Durch die niedrigen Preise von circa 50€ bis 300€ können sogar aktuelle Systeme zur Hausautomatisierung in den eigenen 4 Wänden problemlos zum Einsatz kommen. Die Smart-Home-Technologie besteht aus mehreren, unterschiedlichen Komponenten.

 

Und wie funktionierts?

Grundlegend funktioniert ein Smart-Home nach dem „E-V-A“-Prinzip (Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe). Unter der Eingabe versteht man zum Beispiel alle Taster und Sensoren, mit denen man etwas Schalten und oder Messen kann. Die Verarbeitung (meist eine Steuereinheit in Form einer Basisstation, Miniservers oder eines Gateways) ist die Einheit, wo alle Sensoren (Taster, Temperatursensoren, Präsenzmelder , …) verbunden werden und mit einer Funktion verknüpft werden. Die Steuereinheit ist das Herzstück jedes Smart-Home-Gerätes und lässt die Geräte miteinander kommunizieren. Die Ausgabe, oder Aktoren genannt, verarbeiten die Signale und Schalten diese. Das kann in Form einer Lampe, eines Rollladens, oder auch ein elektrischer Türöffner sein. Intelligentes Wohnen bietet also komfortable Lösungen, die mehr Energieeffizienz und Sicherheit verschaffen sollen. So wird die Haustechnik (Heizung, Beleuchtung und Sicherheit sowie andere Haushaltsgeräte, …) gezielt vernetzt und zu einem System verbunden.

 

Mein Eindruck von dem Amazon Echo (Dot)

Das Echo-Gerät ist ein cloudbasierter Dienst und arbeitet auch nach der eben beschriebenen „E-V-A“-Methode anhand von Sprachbefehlen. Wenn das Echo-Gerät das Erkennungswort „Alexa“ erkennt, leuchtet es blau auf und ist bereit ein Befehl zu auszuführen. Alexa erkennt zwar Sprachbefehle auf Anhieb und aus größerer Distanz stets korrekt, ist aber trotzdem meiner Erfahrung nach noch sehr stark in ihrer Funktionsweise eingeschränkt. Alexa kann zum Beispiel mit der Frage „Wer ist die Bundeskanzlerin?“ (noch) nichts anfangen, antwortet aber bei der Frage „Wer ist Angela Merkel?“ konsequent richtig (Stand: 11.02.2017). Aber Alexa hat auch von Haus aus guten Humor: Wenn man sie zum Beispiel fragt, welche ihre Lieblingsfarbe ist, antwortet sie mit „Also ich finde Infrarot schön!“ (Stand: 11.02.2017). Sie antwortet auf Spaßfragen nicht immer gleich, sondern hat meistens verschiedene Antworten parat. Die Funktionsweise von Alexa ähnelt sich hierbei sehr stark mit den anderen digitalen Assistenten, wie zum Beispiel die von Apple (Siri) und von Microsoft (Cortana).

Die Cloud von Alexa

Auch hier gehen die Sprachbefehle über das Internet an die Cloud der jeweiligen Anbieter, sodass dann eine Antwort einsteht. Alexa ist eine künstliche Intelligenz, hört und lernt bei jeden Sprachbefehl mit – und speichert dementsprechend alle Sprachbefehle auf den Servern von Amazon. Was aber Amazon mit gespeicherten Daten anfängt, ist für mich ungewiss. Alexa benötigt zur Verwendung zwingend eine WLAN-Verbindung und erhält dadurch ständig, über die Cloud von Amazon, neue Aktualisierungen und Features, die sogenannten „Skills“. Eine Verwendung ohne eine ständige WLAN-Verbindung ist nicht möglich, da Alexa ihre Antworten ausschließlich aus der Cloud erhält. Das wirkliche Kernelement von Alexa ist die Smart-Home-Steuerung. Wer bereits die (für mich überteuerten) Smart-Home-Lichter „Philips Hue“ im Besitz hat, kann diese mit dem dazugehörigen Alexa-Skill über die Sprachsteuerung bedienen.

Ich hingegen nutze das Echo hauptsächlich nur für das Musikhören und als morgendlichen Wecker. Auch hier entdecke ich sehr leicht die Tücken der noch jungen Technologie: Bei englischsprachigen, oder ähnlich klingenden Musiktiteln erkennt Alexa die Sprachbefehle nicht immer korrekt (Stand: 23.02.2017). Jedoch sollte man bei dem Kauf eines Smart-Home-Gerätes darauf achten, dass dieses Gerät für die Verwendung mit Echo-Geräten (und für mich persönlich ganz wichtig: Apples Betriebssystem iOS) kompatibel ist. Doch der wirkliche Nutzen des Echos hierbei liegt meiner Meinung nach aktuell noch eher am Spaß für Interessierte, da man mit dem Testen der Spielereien irgendwann durch ist und man viele Antworten bereits in- und auswendig kennt. Trotz allem möchte ich Alexa in meinem Alltag nicht mehr missen.


Quelle(n): smart-home-systeme.comcomputerwoche.de (letzter Zugriff am 25.04.2017)