29. Juni 2020MobilLesezeit: 1 Min.

Nach Wirecard-Insolvenz: Curve will Apple Pay und Google Pay bereits heute wieder ermöglichen

Nachdem die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA nach der Insolvenz der Wirecard Holding AG am Freitag der britischen Limited untersagt hat Geld zu bewegen, mussten zwangsweise die Kartenfunktionen der FinTechs Curve, boon  und Holvi eingefroren werden - darunter leiden dementsprechend auch Apple Pay und Google Pay.

Während die Zukunft von boon als direkte Tochterfirma von Wirecard unklar ist, möchte man bei Curve den Kunden so schnell wie möglich wieder zahlen lassen. Mittlerweile kam die erste Erleichterung: Bis heute Abend sollen alle Zahlungsfunktionen wieder aktiv sein.

Im Newsletter per E-Mail und in einem Blog-Eintrag teilte das Unternehmen mit, dass wesentliche Curve-Funktionen inklusive die Benutzung der physischen Debitkarte bereits wieder zur Verfügung stehen. Apple Pay sowie Google Pay sollen ab heute Abend zur Verfügung stehen. Dafür sei aber unter anderem ein Update der Curve-App nötig.

Erst vor Kurzem hat Apple boon und Curve von der offiziellen Apple Pay-Partnerliste gestrichen. In der englischen Originalfassung der Liste fehlen in Europa nun sowohl boon als auch Curve. Die deutsche Liste blieb bisher unverändert.

Bei boon herrscht Funkstille

Im Gegensatz zu Curve gibt es so gut wie keine offene Kommunikation, die auch vermutlich die Kunden weniger ärgern würden. Im App Store häufen sich mittlerweile die schlechten Bewertungen - werden aber nur notgedrungen schlecht vom boon-Support kommentiert.

Curve hatte hier wohl den Vorteil, dass zum 29. Juni sowieso die Migration zu einem neuen Dienstleister, und somit weg von Wirecard, geplant war. Sonst hätte es sie wohl durchaus härter und länger getroffen.


Quelle(n): Apple, Curve (zul. Aufgerufen am: 29.06.2020)