13. Juli 2020Social MediaLesezeit: 1 Min.

Trotz Millionendeals: Streamingdienst Mixer stellt den Betrieb ein

Wie das Unternehmen Mixer, welches einen neuartigen Streamingdienst anbietet, nun bekannt gab, wird Mixer Ende Juli eingestellt. Es erfolgt, laut der Pressemitteilung des Unternehmens, eine Übernahme aller Partner durch „Facebook Gaming“, der Streamingplattform von Facebook.

Übernahme von Mixer durch Facebook Gaming

Wie kam es zum Scheitern?

Mixer investierte von Anfang an viele Millionen Dollar in ihre neue Plattform. Der größte Deal hier bei war der Exklusivvertrag mit dem Streamer Tyler „Ninja“ Blevins, welcher die Plattform eine zweistellige Millionensumme kostete. Darauf folgt der Exklusivvertrag mit Michael "Shroud" Grzesiek, welcher auch an die zehn Millionen Dollar erhielt. Doch für jeden Streamer mit einem exklusiven Vertrag ein wichtiger Punkt: Durch den Kauf von Mixer, ist kein Streamer mehr an die Plattform gebunden. Ein Wechsel zu Amazons Twitch oder einer anderen Plattform ist, trotz bereits getätigten Zahlungen durch Mixer, wieder möglich. Laut einiger Quellen sollen Ninja und Shroud bereits Angebote von Facebook, welche die Streamer an die Plattform Facebook Gaming binden sollen, ausgeschlagen haben.

"Es liegt an ihnen und ihren Prioritäten"

Kein guter Start für Mixer

Mixer hatte einen schwierigen Start. Auch die prominenten Streamer Ninja und Shroud änderten daran nicht viel. Durch die beiden exklusiven Influencer hat sich 2019 die Anzahl der geschauten Stunden auf der Plattform gerade einmal verdoppelt. So zählte YouTube Gaming im letzten Jahr 2,88 Milliarden geschaute Stunden, Twitch sogar 9,77 Milliarden Stunden – Mixer ist mit gerade einmal 357 Millionen Stunden auf dem letzten Platz.


Quelle(n): FB Gaming, Mixer (zul. Aufgerufen am 13.07.2020)