14. Oktober 2020AppleLesezeit: 3 Min.

iPhone 12: 5G und im neuen alten Design

Beim gestrigen Apple-Event stellte man ein neues iPhone vor, welches rein vom kantigen Design ziemlich gut an die iPhone-4 und 5er-Modellreihen erinnert - von den ungewöhnlichen Preisen mal abgesehen. Dazu aber später mehr.

"Hi, Speed." Das iPhone 12 ist jetzt fit für 5G!

Unter perfekten Bedingungen erreicht man mit dem iPhone 12 sage und schweige Download-Geschwindigkeiten von bis zu 3,5 Gigabit pro Sekunde und ein Upload von 200 Megabit - das ist natürlich in Deutschland jenseits der Möglichkeiten. In den USA bietet Verizon 5G auf extrem kurzwelligen Frequenzen an, die hier in Deutschland natürlich, wie es auch nicht anders zu erwarten war, noch nicht zur Verfügung stehen.

Das neue iPhone erinnert stark an ein Vorgängermodell

Von mir lange erwartet und nun endlich ist es da: Apple geht mit dem iPhone 12 wieder einen Schritt zurück und verabschiedet sich von den abgerundeten Kanten. Das iPhone hat ein Display, das über die gesamte Vorderseite geht - abseits vom bekannten Notch, also der Aussparung für die Kameras. Das Super Retina XDR-Display ist schärfer geworden, als der Vorgänger: Mit satten 460 Bildpunkten pro Zoll!

Insgesamt ist das iPhone 12 also elf Prozent dünner und 16 Prozent leichter geworden, als das iPhone 11. Das Modell gibt es in den Farben Schwarz, Weiß, Rot, Grün und Blau.

Apple lobt sich natürlich wiedermal selbst und versichert, dass die Rückseite des neuen iPhones aus einer speziellen Keramik besteht und - wie immer - noch bruchsicherer ist, als alle anderen jemals zuvor produzierten Vorgänger. Ob das nun so stimmt, werden die ersten Falltests zeigen.

Beim iPhone 12 verzichtet man auf die Tele-Kamera

Statt einer Tele-Kamera verbaut man nur eine Ultra-Weitwinkel-Kamera und eine Weitwinkel-Kamera, bei der der Nachtmodus verbessert wurde und sogar Zeitraffer-Videos bei Nacht möglich sind. Eine zusätzliche Zoom-Linse bleibt voraussichtlich dem Pro-Modell vorbehalten. Während der Keynote betont man die Lichtempfindlichkeit des Objektivs mit f1.6-Blendenöffnung. Hinzu kommen neue „Computational Fotography”-Funktionen: Der neue A14-Chip soll per künstlicher Intelligenz besonders schnell Fotos nachbearbeiten und insbesondere bei Nachtaufnahmen und HDR-Fotos helfen können.

Bekannt, aber dennoch neu: MagSafe!

Einst bei den MacBooks eingeführt, abgeschafft und nun doch wieder da: Ein neuer drahtloser Lader, ähnlich wie bei der AppleWatch, soll sich magnetisch an das iPhone andocken können und schnelles Laden mit bis zu 15 Watt ermöglichen! Ein Ergänzungsprodukt soll das iPhone und die Watch gleichzeitig aufladen können.

Etwas fehlt... aber gut für die Umwelt

Im Rahmen eines Nachhaltigkeitsprogrammes kündigte Apple an, dass bei den neuen iPhone-Modellen keine Netzteile und kabelgebundene Kopfhörer mehr mit in der Verpackung sein werden. Das hat seitens Apple nicht nur Einsparungsmöglichkeiten, sondern auch Umweltgesichtspunkte: Weltweit soll es nach Apple-Angaben rund 700 Millionen kabelgebundene Kopfhörer und bis zu zwei Milliarden Netzteile von der Marke Apple im Umlauf sein. Künftig können durch die kleineren Verpackungen deutlich mehr Produkteinheiten in einem Container verschifft werden, als zuvor. Insgesamt soll so der CO2-Ausstoß von 450.000 Autos pro Jahr eingespart werden.

Zu guter Letzt: Die Preise

In Deutschland tritt Apple mit dem iPhone 12 mit 64 GB Speicher ab 876,30 Euro an, das kleinere Mini kostet 778,85 Euro. Aufgrund der Mehrwertsteuer-Senkung werden die Preise ab kommenden Jahr dann wieder wie gewohnt mit 899 oder 799 Euro in der Preisliste stehen. Das iPhone 12 Pro kostet ab 1120 Euro, das größere Max-Modell 1217,50 Euro.


Bild- & Textquelle(n): Apple.com (zul. Aufgerufen am: 14.10.2020)